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Sind Amerikaner wirklich prüde?

In Amerika hat jeder jeden dritten Tag Sex! Mit bereits 12 Jahren wissen die Kids how to fuck …

Dabei ist der Sexualkunde-Unterricht in Amerika sehr dürftig – so kann zum Beispiel in einem Lehrbuch nachgelesen werden, dass es durch Tränen zu einer Ansteckung mit AIDS oder eine Schwangerschaft durch einfache Berührung der Geschlechstsorgane kommen kann. Auch andere Sex-Kuriositäten aus dem Amiland unterstreichen die Prüderie der Amerikaner. So müssen sich im Bundesstaat Maryland verliebte Pärchen mit dem Austausch von Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit wahnsinnig beeilen: Es ist illegal, sich länger als eine Sekunde offen zu küssen.

Für Kopfschütteln der Europäer sorgte auch der Wirbel 2004 um die „Brustwarzen-Affäre“ des Popstars Janet Jackson. Sie hatte in einer Showeinlage bei einem Football-Spiel vor den Augen von Millionen Fernsehzuschauern für einen Augenblick ihre nackte Brust präsentiert.

Amerika erzielt zwar als größte Pornofabrik der Welt hinter China, Südkorea und Japan den meisten Umsatz- andererseits wird Millionenklage erhoben wenn im Fernsehen ein nackter Busen gezeigt wird. Dabei hatte die sexuelle Revolution ihren Anfang in den USA genommen. Bereits Anfang der 50er Jahre - als es in Deutschland in Sachen Sexualität noch reichlich muffig zuging - untersuchte der legendäre „Doktor Sex“ Alfred Kinsey, was die Amerikaner in ihren Betten treiben. Er machte Ausdrücke wie Orgasmus der Frau und Masturbation überhaupt erst hoffähig.

Die bekanntesten Erotik-Marken wie Playboy stammen aus den USA und beglücken mit blonden Sex Bombs wie Marilyn Monroe, Pamela Anderson und Jenna Jameson seit Jahrzehnten die Welt.

In der Öffentlichkeit hingegen sieht man in Amerika keine Nackten. Wer das “Ruf! Mich! An!” aus dem deutschen Fernsehen oder die sexistische Seite 3 britischer Zeitungen gewohnt ist, wird stutzen: Wo ist das ganze nackte Fleisch?

Das bekommt man höchstens beim alljährlichen Spring Break zu sehen – während der Semesterferien von Ende Februar bis Mitte April jetten die jungen Studenten an die Küsten der Karibik, um dort ausschweifenden Sex-Orgien zu frönen. Die beliebtesten Spring-Break-Orte außerhalb der USA zur Zeit sind Acapulco, Cancún, Cabo San Lucas, Puerto Vallarta in Mexiko, sowie Jamaika und die Bahamas.

Und da die Amerikaner im international ermittelten Durchschnitt von 103 Mal im Jahr auf ganze 113 Mal kommen, kann man davon ausgehen, dass zumindest in den eigenen vier Wänden die Hüllen oft fallen. Für Abwechslung sorgen immerhin durchschnittlich 11 verschiedene Sex-Partner und diverse Sex-Toys eines Amerikaner-Lebens. Fast zwei Drittel der Amerikaner bestellen sich Toys und anderes Sex-Zubehör im Internet oder suchen sie direkt in Sex-Shops aus. Besonders beliebt sind Gleitmittel und Porno-DVDs.

Für die meisten US-Bürger spielt Liebe beim Sex eine große Rolle. Selbst für einen One-Night-Stand bevorzugen die Amerikaner bei der Partnerwahl vor allem Menschen mit dem gleichen religiösen oder ethnischen Hintergrund. Wer als Europäer eine Beziehung mit einem amerikanischen Partner eingeht, wird sich schon bald wundern, wie groß die Unterschiede im Denken mit dem vermeintlich ähnlichen Gefährten sind. Aber Ausnahmen bestätigen bekanntlich immer die Regel...

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